Gast stimmt der These Die Vorteile der Deutschen Einheit überwiegen die Nachteile. zu

Auch wenn die Lebensbedingungen immer noch nicht auf allen Gebieten angeglichen sind, leben wir in sanierten Städten mit guter Infrastruktur und mit einer in der DDR nie vorhandenen Lebensqualität. Dass die Vereinigung nicht auf Augenhöhe erfolgte, zeigt sich schon in dem technokratischen und immer noch gültigen Begriff „Beitrittsgebiet“. Solche Begriffe sind dafür verantwortlich, dass sich der Westen weiterhin überlegen fühlt, ohne es jedoch wirklich noch zu sein.
Ich wünsche mir für die Zukunft eine Vereinigung 2.0, die eine vollständige Souveränität der Bundesrepublik Deutschland zum Ergebnis hätte.
Torsten Küllig, Dresden

18.10.2016 1 Kommentar

Kommentare

stimme nicht zu

Warum stimmen Sie der These zu, wenn gleich Sie sich eine 2. Vereinigung wünschen? Das Wort "Beitrittsgebiet" ist sicher nicht ganz glücklich gewählt, ist aber korrekt, da die DDR der BRD beigetreten ist. Eine anderen Frage ist, ob dies nun Vereinigung genannt werden kann? Eigentlich war eine selbstauferlegte Bedingung, in der Gründung der BRD festgelegt, sollte es zu einer Wiedervereinigung kommen - eine gemeinsame neue Verfassung zu verabschieden. Das wäre dann der Baustein der sicher fehlt zur Souveränität der vereinten BRD und nicht der "mythenhafte" Besatzerstatus der USA. Leider ist die Chance nach bereits einer Generation verspielt worden, vielleicht auch die wenigen guten Dinge aus der DDR-Zeit mit in eine gemeinsame Verfassung aufzunehmen. Aber außer Ampelmännchen und Grünem Pfeil ist nunmal nichts übrig geblieben. Ihrer Aussage über die Lebensqualität möchte ich aber in Gänze widersprechen. Ich arbeite mit bestimmten benachteiligten Menschen hier in Dresden und kann Ihnen sagen, dass deren Lebensqualität mehr als dramatisch und unwürdig ist. Leider wissen viel zu wenige Menschen in Dresden und deutschlandweit, wie diese Menschen leben, eigentlich eher vegetieren müssen. Wir haben eine mediale Welt, die uns unsere Umgebung SCHEINBAR zeigt, wir wissen alles über Gott und die Welt, aber nicht, was für Dramen sich direkt neben uns abspielen. Ist die uns treibende Gier nach Konsum und Anerkennung wirklich Lebensqualität?