Rein nationale Lösungen für den Klimawandel sind vergebens.

Rein nationale Lösungen für den Klimawandel sind vergebens.

 

Der Mensch als Hauptverursacher des Klimawandels

Was ist der Klimawandel?

Als Klima bezeichnet man den „mittleren Zustand, charakteristische Extremwerte und Häufigkeitsverteilungen von meteorologischen Größen“. Zu solchen Größen zählen zum Beispiel Luftdruck, Wind, Temperaturen oder Niederschlag. Diese werden in Bezug zu einem längeren Zeitraum und einem bestimmten geographischen Gebiet gesetzt. (Vgl. Umweltbundesamt)

Der sogenannte Klimawandel geht zurück auf natürliche Ereignisse, die auf das Erdklima einwirken. Diese sind teils so stark miteinander verflochten, dass sie sich gegenseitig verstärken oder neutralisieren können.

Das Klima kann sich – sehr stark vereinfacht - aufgrund der folgenden Faktoren ändern: (Vgl. Umweltbundesamt)

  1. Veränderungen von geoastrophysikalischen Parametern – z.B. Sonneneinstrahlung und Erdlaufbahn
  2. Veränderungen der Erdoberfläche – z.B. Plattentektonik und Landnutzung
  3. Veränderungen des Stoffhaushaltes der Atmosphäre – z.B. Gehalt an Treibhausgasen und kleinen, schwebenden Teilchen (Aerosolen)

Mit Ausnahme von 1. können diese Veränderungen sowohl natürliche als auch menschengemachte Ursachen haben.

 

Ist der Klimawandel von Menschen verursacht?

Seit der Industrialisierung steigt allmählich die globale Mitteltemperatur der Erde. Der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change oder auch einfach „Weltklimarat“) der Vereinten Nationen wurde 1988 ins Leben gerufen um politischen Entscheidungsträgern den Stand der Forschung zum Klimawandel bereitzustellen. Die sogenannten Sachstandsberichte des IPCC gelten gemeinhin als glaubwürdigste und seriöseste Zusammenfassung des Forschungsstandes über das Klima und seine Veränderungen. 

Die darin enthaltenen Forschungen weisen darauf hin, dass für einen bedeutenden Teil des Anstiegs der Temperaturen auf der Erde der Mensch verantwortlich ist, weshalb man auch vom anthropogenen – vom Menschen verursachten – Klimawandel spricht. Als Hauptursache dieser menschengemachten globalen Erwärmung wird die steigende Treibhausgaskonzentration in der Erdatmosphäre identifiziert.

Einige Haupterkenntnisse des fünften und derzeit aktuellsten Sachstandsbericht des IPCC aus dem Jahr 2014 geht davon aus, dass es mit über 95% extrem wahrscheinlich ist, dass der Hauptgrund für die globale Erwärmung der menschliche Einfluss ist:

  • Die Erwärmung des Klimasystems ist eindeutig nachweisbar. Das Ausmaß der Erwärmung der Ozeane, des Rückgangs von Schnee und Eis, des Anstiegs des Meereisspiegels und der Konzentration von CO2 in der Erdatmosphäre sind so seit Jahrtausenden noch nicht aufgetreten 
  • Von 1880 bis 2012 ist die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche um 0,85 °C angestiegen.
  • Es ist wahrscheinlich, dass auf der Nordhalbkugel der Zeitraum von 1983 bis 2013 die wärmste 30-Jahre-Periode der letzten 1400 Jahre war.
  • Die Gletscher der Erde verloren sehr wahrscheinlich von 1993 bis 2009 275 Milliarden Tonnen Eis/Jahr.
  • Der Meeresspiegelanstieg im Zeitraum von 1901 bis 2010 betrug 19 ± 2 cm.
  • Die aktuelle Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre ist die höchste seit 800.000 Jahren. Im Vergleich zur vorindustriellen Konzentration hat der Gehalt an Kohlendioxid um 40 % zugenommen.
  • Es ist mit 95% extrem wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss der Hauptgrund für die seit 1950 beobachtete globale Erwärmung ist.
  • Die weltweite Energieversorgung muss schnell und grundlegend umgebaut werden. Zentral dabei ist keine Kohle mehr zur Energieerzeugung zu verfeuern

(Seite „Fünfter Sachstandsbericht des IPCC“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. Oktober 2018, 07:50 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=F%C3%BCnfter_Sachstandsbericht_des_IPCC&oldid=181595359 (Abgerufen: 20. November 2018, 11:48 UTC):

 

Ursachen des menschengemachten Klimawandels

Erwärmung durch Klimagase und Treibhauseffekt

Waren bis zur Industrialisierung die Auswirkungen menschlicher Handlungen regional begrenzt, werden seitdem deutliche überregionale und globale Änderungen im Stoffhaushalt der Atmosphäre als Folge menschlichen Wirkens beobachtet. Wesentlichster Indikator dafür ist der Anstieg der sogenannten Treibhausgase, die für den sogenannten Treibhauseffekt verantwortlich sind. Darunter versteht man – wieder sehr stark vereinfacht – den folgenden Ablauf: Treibhausgase absorbieren Wärmestrahlung von der Erdoberfläche, den Wolken und der Atmosphäre. Unter normalen Bedingungen würde diese Wärmestrahlung an den Weltraum abgegeben werden. Die Treibhausgase sorgen jedoch dafür, dass ein großer Anteil dieser Wärme auch in Richtung Erde abgestrahlt wird. Dadurch wird die Atmosphäre zusätzlich erwärmt.

 

Was verursacht den Treibhauseffekt?

Am 11. Dezember 1997 wurde in Kyoto das gleichnamige Protokoll beschlossen. Es ist ein Übereinkommen der Vereinten Nationen zum Klimaschutz. Das Abkommen trat am 26. Februar 2005 in Kraft und legte erstmals für die Unterzeichner verbindliche Zielwerte für Treibhausgase fest. Ziel war es den Ausstoß dieser Gase als Ursache für die Erderwärmung zu begrenzen.

Im Kyoto Protokoll wurden unter anderem die folgenden Treibhausgase aufgeführt:

 

Kohlendioxid

Kohlendioxid entsteht unter anderem bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Erdgas, d.h. vor allem bei der Strom- und Wärmeproduktion, in Haushalten, im Verkehr oder der Industrie. Es macht den Großteil des vom Menschen verursachten Treibhauseffektes aus. In Deutschland bestehen ca. 88% der Treibhausgasemissionen aus Kohlendioxid:

 

Methan

Auch Methan macht einen großen Anteil am menschenverursachten Treibhauseffekt aus. Es entsteht überall, wo organisches Material abgebaut wird. In Deutschland stammt das meiste Methan aus der Land- und Forstwirtschaft. Insbesondere die Massentierhaltung ist ein Hauptverursacher.

 

Lachgas

Auch Lachgas gelangt über die Landwirtschaft in die Atmosphäre. Es entsteht durch den Einsatz von stickstoffhaltigem Dünger und in der Massentierhaltung. In der Industrie entsteht es vor allem bei Produktion von Kunststoffen oder Dünger.

F-Gase (HFKW, FKW, SF6, NF3)

Die sogenannten fluorierte Kohlenwasserstoffverbindungen (F-Gase) entstehen im Unterschied zu allen anderen Treibhausgasen, die es auch natürlichen Ursprungs gibt, ausschließlich durch den Menschen. Sie werden zum Beispiel als Treibgase, Kühlmittel oder Löschmittel eingesetzt.

 

Abholzung und Fortwirtschaft

Im Kohlenstoffkreislauf wird Kohlendioxid aus der Luft durch Pflanzen aufgenommen (Fotosynthese) und in der Respiration wieder freigesetzt. Ergänzt wird dieser Prozess durch ein komplexes Mineralisierungssystem indem die Böden von Waldökosystemen Kohlendioxid langfrsitig speichern. (Vgl. Umweltbundesamt) So ist laut IPCC Reports von 2000 im Boden fünfmal mehr CO2 gespeichert als in der Vegetation.

Nun nimmt die Bewirtschaftung von Waldflächen immer mehr zu. Das führt zu einer Störung des empfindlichen Gleichgewichtes und es wird in erheblichem Maße Kohlendioxid freigesetzt. Auch die Abholzung von tropischem Regenwald setzt so eine große Menge gespeicherten Kohlenstoffs frei:

 

 Wie hat sich die Konzentration der Treibhausgase entwickelt?

Die Höhe der weltweiten Treibhausgasemissionen nimmt seit Jahren kontinuierlich zu.

 

Deutschland gehört zwar zu einigen wenigen Staaten, in denen die Werte im Vergleich zu 1990 deutlich gesunken sind, gehört aber weiterhin zu den größten Verursachern von Treibhausgasen.

 

Hauptverursacher in Deutschland ist die Energiewirtschaft, gefolgt vom Verkehr, dem verarbeitenden Gewerbe, den privaten Haushalten und dem Handel.

 

Die globalen Folgen des Klimawandels  und das Dilemma der Armen und Reichen

Ein Dilemma des Klimawandels ist, dass ausgerechnet die reichsten Länder der Welt die unmittelbaren Folgen wohlmöglich kaum spüren werden, wogegen wirtschaftlich schwache Entwicklungs- und Schwellenländer durch die Folgen des Klimawandels potenziell in ihrer Existenz bedroht sind und sich mangels Ressourcen auch nicht ausreichend dagegen schützen können. Einer Studie der Risikoanalysefirma Maplecroft zufolge liegen die 32 Länder mit dem höchsten Risiko künftiger Schäden durch den Klimawandel mit wenigen Ausnahmen in Afrika und Südasien. In diesen Ländern sei z.B. insbesondere die Ernährungssicherheit gefährdet. In der Folge können sich auch die Industrieländern nicht dem Klimawandel entziehen. So könnten Regionen, die heute schon unter Konflikten, Terror und Unruhen leiden, einer Verschärfung dieser und erhöhter politischer Instabilität entgegensehen. Das könnte wiederum zu einer verstärkten Migration in wirtschaftlich stabilere und vom Klimawandel weniger bedrohte Regionen führen.

 

Anstrengungen gegen den Klimawandel – globale Klimaschutzpolitik

Bereits im Jahr 1992 hat sich die Internationale Gemeinschaft mit der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemission zu begrenzen. Fünf Jahre später konnten im Kyoto-Protokoll erstmals rechtsverbindliche Verpflichtungen zur Begrenzung und Reduzierung geschaffen werden. Das Protokoll trat 2005 in Kraft und gilt noch bis 2020. Nach einem komplizierten und langwierigen Verhandlungsprozess konnte 2015 im Übereinkommen von Paris der Nachfolger des Kyoto-Protokolls verschiedet werden. In ihm ist die Begrenzung der menschenverursachten Erderwärmung auf 2°C vorgesehen. Derzeit gehören alle Staaten weltweit, mit Ausnahme der USA, dem Abkommen an. Die meisten der Unterzeichner erarbeiten derzeit Klimaschutzpläne. Die Bundesregierung hat im November 2016 den Klimaschutzplan 2050 erarbeitet.

 

Weiterführende Links und Informationen

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimawandel/klima-treibhauseffekt

https://www.de-ipcc.de/128.php

http://www.ipcc.ch/pdf/special-reports/spm/srl-en.pdf

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland/emissionen-der-landnutzung-aenderung

https://www.maplecroft.com/portfolio/new-analysis/2014/10/29/climate-change-and-lack-food-security-multiply-risks-conflict-and-civil-unrest-32-countries-maplecroft/

https://unfccc.int/resource/docs/convkp/convger.pdf

https://www.bmu.de/themen/klima-energie/klimaschutz/nationale-klimapolitik/klimaschutzplan-2050/

https://www.umweltbundesamt.de/

https://www.bmu.de/

https://www.nachhaltigkeit.info/

303 Meinungen 112 Kommentare

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Gast stimmt der These Rein nationale Lösungen für den Klimawandel sind vergebens. zu

Klima macht nicht an den Grenzen halt.

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14.12.2018

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Die Luft kennt keine Grenzen und ist global daher nützt national mal gar nix

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14.12.2018

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Lokale Lösungen müssen Grundlage für globale Massnahmen sein. Wir haben alle Möglichkeiten und Mittel um für die ganze Welt Brückentechnologien zu entwickeln und zu erproben. Danach kann die Welt davon partizipieren.

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14.12.2018

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Deutschlands Anteil am CO2 Ausstoß der Welt ist zu klein. Besser ist dort anzusetzen, wo die Effekte am größten sind.

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14.12.2018

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Globaler Anteil der CO2-Emissionen Deutschlands sind vernachlässigbar (ca. 2%) und wird in Zukunft noch weiter sinken.

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14.12.2018

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... Klimawandel ist ein Ergebnis der Erdentwicklung im laufe der Erdgeschichte mit allen Warmzeiten, Kaltzeiten und Medienströmungen ( Wasser, Luft ) . der menschengemachte Klimaeinfluß ist marginal.

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14.12.2018

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National bei Europa-Recht?

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14.12.2018

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Natürlich ist jedes Land selbst dafür verantwortlich, wie viel klimagefährdende Stoffe es emittiert, aber solange es keinen internationalen Konsens gibt und aus Lippenbekenntnissen Tatsache werden, wird dem Weltklima leider nicht geholfen.

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14.12.2018

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Das globale Klima kann nur Weltweit beeinflusst werden.

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14.12.2018

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Mengenverhältnisse spielen eine Rolle. Kann sich 1% der Länder eine CO2 neutrale Wirtschaft leisten und 99% verschlechtern die Umweltbilanz, dann ist der Weg nicht erfolgreich.

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14.12.2018

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Deutschlands Klimakiller sind viel zu klein um auch nur etwas beizutragen.

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14.12.2018

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Weltweite Auswirkungen

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14.12.2018

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