Schule schwänzen rettet nicht den Planeten.

Schule schwänzen rettet nicht den Planeten.

 

Schule schwänzen? Worum geht’s hier?

Die Schwedin Greta Thunberg ist seit spätestens seit Ende 2018 vielen ein Begriff. Die 2003 geborene Klimaschutzaktivistin begann im August 2018, nach dem Ende ihrer Sommerferienvor dem Schwedischen Parlament in Stockholm öffentlich mit ihrem „Schulstreik für das Klima“. Das Parlament mahnend saß sie dort zunächst täglich und ab September 2018 dann jeden Freitag. Schwedische und ausländische Medien berichteten schnell über die Schülerin, die so lange ihre Schulpflicht ignorieren wollte, bis die schwedische Klimapolitik dem 2016 von der EU ratifizierten Übereinkommen von Paris entspreche. Die Idee eines solchen Streiks hatte die Schwedin von den Protesten „Marsch für unser Leben“ für schärfere Waffengesetze nach dem Schulmassaker von Parkland in den USA im Februar 2018 übernommen. Über ihre Aktion informierte sie über Twitter unter dem Hashtag #FridaysForFuture. Und unter genau diesem Namen formierten und formieren sich weltweit Schüler*innen in Gruppen, die sich der Idee eines Protestes während der Unterrichtszeit anschließen wollen. In Deutschland fanden im Dezember 2018 die ersten Demonstrationen statt. Seitdem weiteten sich die Proteste schnell im ganzen Land aus. Bis zum Dezember 2019 haben sich 643 Ortsgruppen in Deutschland gebildet (Stand 17.12.2019), die zu wöchentlichen Protesten aufrufen.


Ziele von Fridays-for-Future

Die Fridays-for-Future Bewegung will auf die in ihren Augen zu geringen klimapolitischen Bemühungen der Unterzeichnernationen des Pariser Weltklimaübereinkommens von 2016 aufmerksam machen. Dieses Übereinkommen wird als verbindliche Grundlage für effektive Klimaschutzmaßnahmen betrachtet. In ihm wurde von 195 Staaten (inkl. der Europäischen Union) unter anderem beschlossen:

  • Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf möglichst 1,5°C
  • Förderung der Klimaresistenz der Lebensräume (Deichbau, Landwirtschaft, Wasserrückhaltesysteme, Straßenbau etc.)
  • Förderung von geringeren Treibhausgasemissionen
  • Vereinbarkeit der Finanzströme mit Klimazielen (weg von kohlenstoffintensiven Investitionen)
  • Finanzierung von Klimaschutz in Entwicklungsländern

Fridays-for-Future leitet zur Einhaltung dieser Ziele für Deutschland folgende Forderungen ab:

  • „Nettonull bis 2035“ (alle durch Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen müssen aus der Atmosphäre entfernt werden müssen, d.h. die Menschheit wäre klimaneutral)
  • „Kohleausstieg bis 2030“
  • „100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035“
  • „Ende der Subventionen für fossile Energieträger“
  • „¼ der Kohlekraft abschalten“
  • „Eine Steuer auf alle Treibhausgasemissionen“

Die Protestant*innen von Fridays-for-Future sehen die bisherigen in Deutschland ergriffenen klimapolitischen Maßnahmen als zu gering an. Betont wird, dass der Staat seiner Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen (mit Verweis auf Artikel 20a GG und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) und der Umwelt nicht schnell genug nachkomme. Dafür seien grundlegende Veränderungen in den Bereichen Energie, Wohnen, Bauen, Industrie, Transport, Verkehr und Landwirtschaft notwendig. Unter den Forderungen heißt es auf der Webseite von Friday-for-Future:

„Es darf nicht die alleinige Aufgabe der Jugend sein, Verantwortung für die Priorisierung des Klimaschutzes zu übernehmen. Da die Politik diese kaum wahrnimmt, sehen wir uns gezwungen, weiter zu streiken, bis gehandelt wird!“

Die Bewegung ist online stark aufgestellt und über eine Vielzahl von Kanälen. Neben einer Webpräsenz existieren eine Vielzahl Accounts in sozialen Netzwerken wie Twitter, Instagram, Facebook, Telegram, Whatsapp und YouTube sowie Bildergalerien auf flickr, ein Podcast auf Spotify, eine reddit-Community und ein Discord-Server. Die Organisation des Engagements und die Vernetzung in den verschiedenen regionalen Gruppen findet primär über Gruppenchats verschiedener Messenger wie Telegram und Whatsapp statt. Primäre Aktionsform der Fridays-for-Future-Bewegung sind dezentrale Demonstrationen, die in der Regel freitags während der Schulzeit stattfinden.

 

Welchen Erfolg hat Fridays-for-Future?

Die Kinder und Jugendlichen haben es nach Ansicht vieler innerhalb eines Jahres geschafft den Klimawandel ins Zentrum der gesellschaftlichen Diskussion zu rücken. Und die Demonstrationen dauern an.

Inwiefern Fridays-for-Future Aktionen aber wirklich zu einem Umdenken in der Bevölkerung führen, wird kontrovers diskutiert. Eine Studie der Universität Konstanz kommt zu folgenden Ergebnissen:
„Unsere Auswertungen zeigen erstens, dass der Klimawandel durchaus als Bedrohung wahrgenommen wird, jedoch eher als eine weltweite und weniger als eine persönliche Gefahr. Zweitens äußert die Mehrheit der deutschen Bevölkerung Verständnis für die „Fridays for Future“-Klimastreiks. Während die aktuellen TeilnehmerInnen der Klimaproteste mehrheitlich Jugendliche sind, ist altersunabhängig etwa die Hälfte der Befragten bereit, sich an zukünftigen Demonstrationen zu beteiligen. Die gesellschaftliche Unterstützung ist also groß: Hier könnte eine breitere gesellschaftliche Klimabewegung entstehen. Drittens zeigen wir, dass sich in den letzten zwei Jahren die Wahrnehmung des Klimawandels geändert hat. Dieser wird zunehmend als eine Bedrohung gesehen, die in immer größerem Maße Deutschland und jeden persönlich betrifft. Viertens zeigen wir, dass die jungen Klima-AktivistInnen auch Einfluss auf die private Lebenswelt ausüben, so dass mehr als die Hälfte der Befragten ihren persönlichen Lebensstil verändert haben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.“ Außerdem gäbe es Hinweise auf starke Generationsunterschiede: „Unsere Auswertungen legen nahe, dass die Wahrnehmung des Klimawandels und die Ein-stellungen zum Klimaschutz von teils recht stark ausgeprägten Konflikten zwischen Jung und Alt und zwischen Anhängern verschiedener Parteien geprägt ist. Junge Befragte zeigen ein deutlich größeres Verständnis für die Klimaproteste als ältere Befragte und nehmen den Klimawandel sehr viel stärker als eine persönliche Bedrohung wahr.“

 

Reaktionen auf Fridays-for-Future

Im September 2019 haben die Spitzen der großen Koalition das erste Eckpunktepapier „Klimaschutzprogramm 2030“ vorgestellt. Bei dieser Vorstellung betonte Bundesfinanzminister Olaf Scholz die Initiative zu diesem „Klimapaket“ auch mit den Schüler*innen auf der Straße: ",Fridays for Future' hat uns alle aufgerüttelt.". Auch Bundesjustizministerin Katarina Barley erklärte am 1. März 2019: „Diese Proteste, bei denen Schülerinnen und Schüler Freitag für Freitag für ihre Zukunft auf die Straße gehen, verdienen hohen Respekt: Solche jungen Leute wünschen wir uns.“ Einen Tag darauf erwähnte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Schülerproteste in ihrem wöchentlichen Video-Podcast: „Wir können unsere Klimaschutzziele nur dann erreichen, wenn wir auch Rückhalt in der Gesellschaft haben. Und deshalb begrüße ich es sehr, dass junge Menschen, Schülerinnen und Schüler demonstrieren und uns sozusagen mahnen, schnell etwas für den Klimaschutz zu tun. Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.“

Kritische Stimmen verweisen indes immer wieder auf die Schulpflicht. Winfried Kretschmann (Grüne) hält es z.B. nicht für legitim sich über Monate hinweg auf den zivilen Ungehorsam zu beziehen. Der moralische Appell sei zwar gerechtfertigt aber wenn das Schwänzen es zur „Dauerveranstaltung“ werde, müsse man auch irgendwann mit Sanktionen rechnen.

Und auch der Deutsche Lehrerverband übt Kritik an Angela Merkel für ihr Lob der Bewegung. So betonte der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Hanz-Peter Meidinger:
„Der Deutsche Lehrerverband begrüßt es ausdrücklich, dass sich Kinder und Jugendliche verstärkt für ihre Zukunft und mehr Klimaschutz engagieren. Wir plädieren auch dafür, dass die Schulen bei ihren Reaktionen auf die Teilnahme von Schülern bei den Vormittagsdemos pädagogisches Fingerspitzengefühl zeigen. Es ist aber nicht akzeptabel, dass Politiker durch ihre Unterstützung der Fridays-for-future-Demos die allgemeine Schulpflicht am Freitagvormittag praktisch für außer Kraft gesetzt erklären und Lehrkräfte und Schulleitungen an den Pranger gestellt werden, die diese Schulpflicht von ihren Schülern noch einfordern.“ Es sei doch geradezu widersinnig, dass sich einerseits fast alle Bundesländer in der Vergangenheit weigerten, der politischen Bildung an Schulen mehr Unterrichtsstunden einzuräumen, weil der Stundenplan so voll sei, andererseits es aber jetzt viele Politiker nicht störe, wenn Zehntausende von Unterrichtsstunden wegen der Freitagsdemos ausfielen. „Ich fürchte, darin spiegelt sich eine generelle mangelnde Wertschätzung des Werts von Unterricht durch die Politik, die ja auch dem massiven Unterrichtsausfall an allen Schularten wegen des Lehrermangels und fehlender Unterrichtsreserven seit Jahren weitgehend tatenlos zusieht“, fügte der Verbandsvorsitzende an.“


Schulpflicht in Deutschland

Die Proteste richten sich nach Aussage von Fridays-for-Future nicht gegen Schule, sondern sollen die Politik zu Handeln ermahnen. Eine Klimakatastrophe sei dabei eine wesentlich höhere Gefahr als den freitäglichen Unterricht zu verpassen. Die Bewegung selbst sieht sich durch das Gehör, dass sie bisher erfahren haben in ihrer Herangehensweise bestätigt. Luisa Neubauer, eine der Hauptorganisatorinnen der Fridays-for-Future-Bewegung in Deutschland, sagte dazu: „Erst dadurch, dass wir zu "drastischen" Maßnahmen greifen, werden wir so prominent gehört. Es geht hier nicht um Schuleschwänzen, sondern darum, die große Dringlichkeit, jetzt zu handeln, mit allen Mitteln zu unterstreichen.“


Zwischen Schulpflicht und Demonstrationsfreiheit

In Deutschland beginnt mit der Einschulung die Schulpflicht. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts liegt die Kulturhoheit (gesetzgeberische und administrative Zuständigkeit der deutschen Bundesländer auf dem Gebiet Sprache, Schul- und Hochschulwesen, Bildung, Rundfunk, Fernsehen und Kunst) bei den Ländern und ist entsprechend in jeweiligen Landesverfassungen geregelt.

Regelungen zur Schulpflicht in Sachsen:

  • In Sachsen besteht Schulpflicht nach § 26 Abs. 1 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (SächsSchulG) „für alle Kinder und Jugendlichen“
  • Sie erstreckt sich gemäß § 26 Abs. 2 SchulG „auf den regelmäßigen Besuch des Unterrichts und der übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule.“
  • Die Schulpflicht gliedert sich in die Pflicht zum Besuch der Grundschule und einer weiterführenden allgemein bildenden Schule (Vollzeitschulpflicht - 9 Jahre) sowie die Pflicht zum Besuch einer Berufsschule oder der entsprechenden berufsbildenden Förderschule (Berufsschulpflicht - i. d. R. 3 Jahre). (§ 28 Abs. 1 SächsSchulG)

Die Schulpflicht des Sächsischen Schulgesetzes verbietet damit Schulstreiks. Nach §61 SächsSchulG handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig als Schulpflichtiger am Unterricht nicht teilnimmt oder Sorgeberechtigter nicht dafür gesorgt hat. Dies kann mit einer Geldbuße von bis zu 1250€ geahndet werden. Die Schulpflicht müssen die Erziehungsberechtigten durchsetzen. Verantwortung für den Umgang mit dem unentschuldigten Fernbleiben trägt die Schulleitung. Das einmalige unentschuldigte Fehlen wird meist notiert. Unentschuldigte Fehlstunden tauchen außerdem meist in den Zeugnissen auf und können zum Verweis führen, die dann in gehäufter Anzahl auch zum Rauswurf des Kindes aus der Schule führen kann. Das Problem der Verletzung der Schulpflicht durch die Fridays-for-Future-Proteste wird von Schule zu Schule, Bundesland zu Bundesland und Famile zu Familie unterschiedlich behandelt. Es gäbe Lehrer, die wegschauten und welche, die Verweise erteilen und Fehlstunden eintragen. Das Sächsische Kultusministerium äußerte sich verständnisvoll für die streikenden Schüler.

Es ist ungerecht, dass die Älteren den Jüngeren bei Gesundheit und Pflege auf der Tasche liegen.

Hintergrundinformationen zur These: "Es ist ungerecht, dass die Älteren den Jüngeren bei Pflege und Gesundheit auf der Tasche liegen."

Das Demografie-Problem

Von 1999 bis 2017 ist die Zahl der pflegebedürftigen Personen in Deutschland um rund 1,4 Millionen gestiegen. Waren 1999 noch rund 2 Millionen Menschen pflegebedürftig, so waren es 2017 schon 3,4 Mio. Die Zahlen der Pflegebedürftigen im Alter von 80-89 Jahren (715.000 zu 1.337.000) und von über 90 Jahren (299.000 zu 544.000) haben sich dabei fast verdoppelt. Für die folgenden Jahre sieht der Trend ähnlich aus, da die Babyboomer-Jahrgänge nach und nach ins höhere Alter kommen. Prognosen rechnen für das Jahr 2050 mit 5,9 Millionen Pflegebedürftigen.
Sie dazu das Demografieportal des Bundes und der Länder, sowie Graphik unten in der Galerie

Steigende Zahlen an Pflegebedürftigen, aber auch steigende Zahlen an Menschen im höheren Alter, bedeuten mehr Kosten für die Krankenpflege. Der erweiterte Begriff der Pflegebedürftigkeit und die Einführung von Pflegegraden erhöhten beispielhaft ebenso die Anzahl der Leistungsempfänger*innen. Für viele Menschen bedeutet dies: Die Beiträge, wie zuletzt die Pflegeversicherungsbeiträge (Quelle: Bundesgesetzblatt 47/2018), könnten weiter steigen und die Ungewissheit über zukünftig erhöhte Zusatzbeiträge bleibt bestehen. In Hinblick auf die weitere demografische Entwicklung stellt sich die Frage: Ist es ungerecht, dass die Älteren der Bevölkerung den Jüngeren bei der Versorgung der Gesundheit und Pflege auf der Tasche liegen?

Wirkungsweise von gesetzlichen Versicherungen
Die gesetzlichen Versicherungssysteme funktionieren nach dem Solidaritätsprinzip. Es besagt, dass ein Bürger nicht alleine für sich verantwortlich ist, sondern sich die Mitglieder einer definierten Solidargemeinschaft gegenseitig Hilfe und Unterstützung gewähren. Die Kranken- und Pflegeversicherung sind dafür da, die Lasten der Einzelnen auf alle Beitragszahler*innen zu übertragen, damit – ähnlich dem Generationenvertrag – jede/r Einzelne im Krankheits- oder Pflegefall abgesichert ist. Das Solidarprinzip wird begrenzt durch das Wirtschaftlichkeitsprinzip und das Bedarfsdeckungsprinzip was bedeutet, dass die Leistungen ausreichend, wirtschaftlich und bedarfsdeckend sein müssen, das Maß des Notwendigen aber nicht überschreiten dürfen. Anders als die private funktioniert die gesetzliche Kranken und Pflegeversicherung nicht nach dem Äqivalenzprinzip d.h. man kann nicht damit rechnen, dass man das, was eingezahlt wurde auch wieder raus bekommt, sondern diejenigen, die mehr zahlen können aufgrund eines höhreren Einkommens müssen mehr zahlen, damit auch die, die weniger verdienen, im Krankheitsfall ordentlich versorgt werden können. 'Während beim Solidarsystem jeder solidarisch seinen Beitrag zahlt, ist bei der privaten Versicherung jeder gegen sein eigenes Risiko versichert.

Ältere Menschen haben meist schon sehr lange in die Pflege- und Krankenversicherung eingezahlt, bevor sie von ihr profitieren.  Auch Rentner*innen müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von ihrer Rente bezahlen, bei der Krankenversicherung zur Hälfte aus der Rente und die andere Hälfte aus der Rentenversicherung [Quelle: SGB V, §226]. Bei der Pflegeversicherung müssen Rentner*innen sogar den vollen Beitrag alleine entrichten [Quelle: SGB XI, §55].

Private Vorsorge?
Eine andere Perspektive wäre, dass die Älteren in Eigenverantwortung selbst in die private Vorsorge hätten investieren können, sodass für das Alter ausgesorgt wäre. Dies ging und geht jedoch nur in dem Maße, in dem es mit dem jeweiligen Einkommen überhaupt möglich ist oder war.

Pflege durch Angehörige
Überdies werden Beiträge zu den Seniorenpflegeheimen zunächst aus der jeweiligen Rente gezahlt. Wenn die Rente nicht reicht, können jene Kosten zum Teil auf nahe Angehörige verlegt werden. Oftmals pflegen aber genau diese nahen Angehörigen wie Partner*innen oder die Familie. Sie entlasten dadurch teilweise schon die Kassen. Die Pflegestärkungsgesetze setzen dort an und unterstützen Angehörige finanziell (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit).

Weitere Ansätze zur Finanzierung der Pflege
Bei den Mehrkosten sind jedoch auch Entlastungen durch den Staat möglich und eventuell sogar nötig. Dies hieße, dass über neue Steuern (zum Beispiel einer Finanztransaktionssteuer) eine bessere und umfassendere Pflege mitfinanziert werden kann. Ein Beispiel dafür ist das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz, bei dem die Hälfte der entstehenden Kosten durch die Länder getragen werden. Es ist auch denkbar, dass die Anteile zur Kranken- und Pflegeversicherung von Spitzenverdienern erhöht werden, sodass das Sicherungsprinzip vom Alter (Jung zu Alt) mehr auf das Einkommen (Geringverdienende zu Spitzenverdienenden) übertragen wird. Die Herausforderung der Zukunft wird darin bestehen, eine gerechte Verteilung der Mehrkosten zu sichern und gleichzeitig den wachsenden Pflegebedarf zu decken.

Weiterführende Links:
https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheitspolitik/72804/ziele-und-wirkungen-der-pflegeversicherung
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/langzeitpflege-im-wandel/
https://www.bpb.de/politik/innenpolitik/gesundheitspolitik/72843/zukuenftige-finanzierungsmodelle

Ältere können in der digitalisierten Arbeitswelt nicht mithalten.

Hintergrundinformationen zur These „Ältere können in der digitalisierten Arbeitswelt nicht mithalten“

Wie entwickelt sich das Durchschnittsalter der arbeitenden Bevölkerung?
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen hat sich zwischen 2000 und 2017 auf knapp 6 Mio. mehr als verdoppelt. Bei den 60- bis 64-Jährigen hat sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf über 2 Mio. mehr als verdreifacht. Insgesamt ist die Zahl aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in diesem Zeitraum „nur“ um 15,5 % gestiegen. (Quelle: BDA)  Die Erwerbstätigenquote der 55- bis unter 65-Jährigen hat sich von 2000 bis 2017 beinahe verdoppelt – von 37 % auf rd. 70 % (Eurostat, 2018). In keinem anderen EU-Land mit Ausnahme von Schweden geht ein größerer Anteil Älterer einer Erwerbstätigkeit nach. Insgesamt kann man also feststellen, dass der Anteil der Älteren an der Erwerbsbevölkerung stetig zunimmt und sich daher die Frage des Umgangs dieser Bevölkerungsgruppe mit der digitalisierten Arbeitswelt in den nächsten Jahren vermehrt stellen wird.

Siehe dazu Graphik in der Galerie unten.

Welche Kompetenzen werden im Zeitalter der Digitalisierung von den Beschäftigten erwartet?
Ausgangspunkt der These „Ältere können in der digitalisierten Arbeitswelt nicht mithalten“ ist die implizite Vermutung, dass das digitale Zeitalter von den Beschäftigten andere Kompetenzen erfordert, als die eher analoge Vergangenheit.

Definition Kompetenz:
Kompetenz beschreibt allgemein Fähigkeiten eines Menschen, die sich durch die selbstständige Bewältigung von bestimmten Aufgaben innerhalb eines Handlungskontextes ausbilden. Per Definition sind Kompetenzen knapp, wertvoll, dauerhaft, begrenzt imitierbar, schlecht übertragbar und beschränkt substituierbar.

Arbeitsdefinition digitale Kompetenzen:
Digitale Kompetenzen sind (neue) Fähigkeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Lage versetzen, digitale Technologien anzuwenden, im Rahmen ihres Aufgabenprofils zu nutzen und darüber hinaus die digitale Transformation von Geschäftsprozessen mit voranzutreiben.
Es lassen sich drei Dimensionen unterscheiden: Neben fachlich-technischen und Businesskompetenzen spielt die digitale Fitness eine wesentliche Rolle. Letztere speist sich aus Offenheit, Interesse und Veränderungsantrieb gegenüber digitalen Möglichkeiten.
(Quelle: Deutsche Gesellschaft für Personalführung)

Siehe auch Mindmap der KMK zu Kompetenzen in der digitalen Welt.

Wie passen die Kompetenzen der Älteren mit den Erfordernissen der Digitalisierung zusammen?
Um diese Frage beantworten zu können, muss zunächst einmal präzisiert werden, was man unter „ältere Arbeitnehmern“ versteht. Geht man davon aus, dass Menschen ab etwa dem Geburtsjahr 1980 mit der Digitalisierung aufgewachsen sind, so müssten bereits alle, die heute älter als 40 Jahre sind, zu den Älteren gezählt werden.

Ein Blick in die Forschung zeigt folgendes Bild über die kognitiven Fähigkeiten älterer Menschen (Quelle):

  • Zwar zeigen sich bei den denkmechanischen, den sogenannten „flüssigen Leistungen“ wie der Informationsverarbeitung und auch dem problemlösenden Denken alternsbedingte Verluste. In diesen Disziplinen sind wir am besten im 4. Lebensjahrzehnt, halten das Niveau meist bis ca. zum 60. Lebensjahr. Danach lassen diese Fähigkeiten statistisch gesehen nach.
  • Aber die sogenannten „kristallinen Leistungen“ wie faktisches und prozedurales Wissen bleiben unverändert und nehmen sogar zu. Werden Qualifikationsmaßnahmen für ältere Beschäftigte auf der Basis ihres Erfahrungswissens strukturiert, sind der Lernzuwachs und die Lerngeschwindigkeit genauso hoch wie bei jüngeren Mitarbeiter.
  • Ältere behalten die Fähigkeit, sich normalen psychischen und physischen Anforderungen anzupassen.
  • Die Konzentrationsfähigkeit und der Wissensgebrauch sind bis ins hohe Alter kaum begrenzt. Die Lernfähigkeit ist entgegen landläufiger Vorurteile nicht schlechter als bei Jüngeren.
  • Die kommunikativen Fähigkeiten sind in älteren Jahren oft besser ausgeprägt als in jüngeren. Lebens- und Arbeitserfahrung verhilft zu einem schnellen Überblick bei komplexen Sachverhalten.

Weitere Informationen zur kognitiven Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer

Mit Blick auf die oben dargestellten digitalen Kompetenzen lässt sich vermuten, dass die älteren Arbeitnehmer aufgrund ihrer schwächeren Fähigkeiten in der Informationsverarbeitung im Bereich der fachlich-technischen Kompetenzen im Nachteil sein könnten. Bei den so genannten Businesskompetenzen (siehe dazu auch Graphik in der Galerie unten) sind Eigenverantwortlichkeit, Kommunikationsfähigkeit, Vernetzungskompetenz wichtig, hier haben die Älteren eher ihre Stärken. Was die Agilität und Veränderungsbereitschaft angeht, sind die Jüngeren im Vorteil, dafür lernen die Älteren meist schneller, weil sie auf viel Erfahrung zurückgreifen können.

Auf der anderen Seite kann man natürlich auch die Frage stellen, ob das biologische Alter alleine etwas über die Kompetenzen von Menschen im Umgang mit der Digitalisierung aussagt. Setzt man die Digitalisierung gleich mit der Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber, mit Offenheit, Interesse und Veränderungsantrieb gegenüber digitalen Möglichkeiten - wie unsere Definition digitaler Fitness von weiter oben - so wird man gewiss in jeder Altersgruppe sowohl Befürworter als auch Skeptiker und Gegner finden.

Tim Cole, Digitalisierungsexperte und Blogger-Pionier, bringt diese Diskussion folgendermaßen auf den Punkt: „ (…) digitale Kompetenz ist keine Frage des Alters – es ist eine Frage der Einstellung. Es gibt unter den sogenannten „Digital Natives“ ganz viele, die ein gebrochenes Verhältnis zu Digitalität und technologischer Innovation haben. Und es gibt Alte, die machen den Jungen auch in der digitalen Arbeitswelt noch etwas vor!“

Unterschiedliche Einstellungen zur Digitalisierung
Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Digitalisierung von den ArbeitnehmerInnen je nach Alter sehr unterschiedlich wahrgenommen wird: So stimmen weniger als 40 Prozent der 50- bis 59-Jährigen der Aussage zu, die Vorteile der neuen digitalen Technologien würden für sie persönlich überwiegen. In der Altersgruppe 18 bis 29 bejahen dies weit über 60 Prozent der Befragten. Die jüngere Generation misst der Digitalisierung tendenziell auch einen größeren Einfluss auf den Arbeitsalltag bei: Über 30 Prozent der Befragten bis 39 Jahre stimmen der Aussage zu „Die Digitalisierung zwingt mich dazu, deutlich schneller zu arbeiten“. Unter den 50- bis 69-Jährigen bejaht das nur ein knappes Viertel.

Auch die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz erfolgt unterschiedlich: Im Querschnitt aller befragten Altersgruppen zwischen 18 und 69 nutzt inzwischen etwas mehr als jeder Fünfte auch soziale Netzwerke, um sich nach einem neuen Job umzuschauen. Doch sieht man genauer hin, so zeigt sich: Während bei den 18- bis 39-Jährigen rund 37 Prozent Facebook, Xing und Co. zur Jobsuche nutzen, sind es bei den 40- bis 69-Jährigen gerade einmal 13 Prozent – Tendenz rückläufig.

Auch beim subjektiven Empfinden über die eigenen digitalen Kompetenzen und die Sicherheit im Umgang mit dem Internet zeigen sich große Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während 79 Prozent der 14- bis 29-Jährigen sich eher sicher bis sehr sicher fühlen, gilt das nur für 41 Prozent der 60- bis 69-Jährigen. Und bei den über 70-Jährigen fühlt sich nur jeder Dritte (36 Prozent) eher sicher bis sehr sicher im Umgang mit dem Internet. (Quelle)
Man kann also davon ausgehen, dass die Älteren generell dem Internet mit mehr Zurückhaltung, Skepsis und einem Gefühl der Unsicherheit begegnen. Diese Einstellung alleine sagt jedoch nichts über die Kompetenzen aus.

 

Weiterführende Literatur:

Bertelsmann-Stiftung (Hrsg.) 2019. Digital souverän? Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Gütersloh.

Der heutigen Rentnergeneration geht es so gut wie keiner zuvor.

Hintergrundinformationen zur These "Der heutigen Rentnergeneration geht es so gut wie keiner zuvor."

Vergleicht man den Wohlstand der heutigen Menschen mit dem vor einigen Jahrzehnten, so erscheint die Sache zuerst eindeutig: Die meisten Haushalte verfügen heute über Waschmaschine, Telefon, internetfähigen PC und andere Dinge, die den Alltag erleichtern und selbst zu Zeiten des „Wirtschaftswunders“ der Nachkriegszeit noch als Luxus galten. Dieser Eindruck stellt sich bei näherer Analyse jedoch als zu oberflächlich heraus.

Generationenvertrag und Standardrente – ein (sehr) kurzer Überblick über das deutsche Rentensystem

Renten werden in Deutschland nicht aus Steuergeldern bezahlt, sondern nach dem System des sogenannten „Generationenvertrags“: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die heute im Arbeitsmarkt aktiv sind, geben einen Teil ihres Einkommens ab, welcher den Menschen, die heute im Ruhestand sind, als Rente ausgezahlt wird. Dabei erwerben alle Menschen, die einzahlen, ein Recht darauf, nach der eigenen Berufstätigkeit selbst von der jüngeren Generation versorgt zu werden.

Möchte man die finanzielle Situation der Rentnerinnen und Rentner in Deutschland beurteilen, lohnt sich also ein Blick auf die sogenannte „Standardrente“. Stellt man sich eine Person vor, welche genau 45 Jahre den Durchschnittslohn in Deutschland verdient und entsprechend in die Rentenkasse eingezahlt hat, dann wird diese Person Rente in Höhe der „Standardrente“ bekommen.

Dossier zum Thema Rentenpolitik bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Leicht sinkende Durchschnittsrente

Im Jahr 1990 betrug die Standardrente in Westdeutschland 852€, während sie heute 1.284€ zählt. Was zunächst wie eine deutliche Steigerung wirkt, muss aber auch daran gemessen werden, wie sich die Preise seitdem durch Inflation verteuert haben – rechnet man dies mit ein, müsste eine heutige Standardrente 1.438€ betragen, damit sich heutige Rentner den gleichen Lebensstandard leisten könnten wie im Jahr 1990. Effektiv sind die Renten also gesunken – wobei jedoch hier nicht mitbedacht wird, inwiefern Menschen auch auf private Maßnahmen zurückgreifen und ob diese durch die Gesetzgebung vergünstigt wurden (Aktien, Riesterrente, etc.).

Auch der Unterschied von Ost- und Westdeutschland stellt sich in dieser Hinsicht als immens heraus. So betrug die Standardrente des Jahres 1990 in Ostdeutschland nur 344€, rechnet man erneut die Verteuerung der letzten Jahrzehnte ein, so würden heute schon 575€ reichen, um denselben Lebensstandard zu erfüllen. Die Standardrente beträgt allerdings 1.230€. Hier haben sich die Renten also massiv gesteigert – was jedoch nur daran liegt, dass das Niveau in der Nachwendezeit ein sehr niedriges war, das stark ansteigende Preisniveau nach der Währungsreform war also noch nicht eingepreist. Effektiv ist die heutige Standardrente in Ostdeutschland nach wie vor niedriger als in Westdeutschland, wobei auch hier wiederum die unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten, wie beispielsweise Miete, berücksichtigt werden müssen.

Mehr zum Thema Berechnungsmethoden der Rentenhöhe bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Rentenbestandsstatistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit ausführlicher Aufschlüsselung der Daten der gesetzlichen Rentenversicherung.

Ungleichheit auch in der Rente – auf Arbeit im Niedriglohnsektor folgt Altersarmut

Ein wichtiger Punkt wurde bis hierhin jedoch noch gar nicht beleuchtet: Die Renten entwickeln sich massiv auseinander, da sie auf den Löhnen und Gehältern basieren, welche ebenfalls stark auseinanderdriften. Die Ungleichheit, welche sich bei der Einkommensverteilung beobachten lässt, wirkt sich direkt auf die Rente nieder. Bei niedrigem Einkommen, gerade in Familien, bei denen an Ankauf von Aktien oder anderen privaten Vorsorgemöglichkeiten nicht zu denken ist, fallen Menschen, welche im Niedriglohnsektor arbeiten, auf die staatliche Rente zurück. Wenn sie dabei keine 45 Arbeitsjahre vorweisen können, so führt dies zu Armut im Alter, welche auch entsprechend innerhalb der letzten Jahre zunimmt. So stellt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem Armutsbericht 2019 fest, dass jeder Vierte der 12,8 Millionen in Armut lebenden Menschen in Deutschland Rentnerin oder Rentner ist. Bei den Tafeln in Deutschland, welche Essen für Bedürftige ausgeben, hat sich der Anteil älterer Menschen seit dem Jahr 2007 verdoppelt.

Mehr zum Thema Einkommensungleichheit in Deutschland bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Armutsbericht des paritätischen Wohlfahrtsverbands 2019.

Mehr zum Thema Altersarmut bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Was bedeutet Wohlstand?

Unter "arm" wird in diesem Zusammenhang verstanden, wer weniger als 60% des durchschnittlichen Einkommens vorweisen kann. Im Jahr 2019 betrug dieser Wert 930€ im Monat, von denen noch keine festen Kosten (Miete, Strom, etc.) gedeckt wurden. Armut wird hier also immer im Vergleich verstanden, was mitunter auch Kritik hervorruft, da auf diese Weise das Wohlstandsniveau, also die eingangs angeführte Frage, auf welche Konsumprodukte man zugreifen kann, nicht einfließt: Wer heute arm ist, hat unter Umständen dennoch mehr, als ein Mensch, der sich in den 1960er-Jahren einige Luxusprodukte leisten konnte. Dagegen ließe sich jedoch einwenden, dass Armut oft Teilhabe verhindert: Der Zugang zu kulturellen Veranstaltungen, das Teilnehmen an sozialen Ereignissen der eigenen (Enkel-)Kinder oder die freie Wahl des Wohnortes stehen armen Menschen nicht mehr im selben Maße offen, auch wenn der Lebensstandard in anderen Bereichen den der zurückliegenden Generationen übersteigt.

Die Frage, ob es heutige Rentnergenerationen besser haben als ihre Vorgänger, hängt also eng damit zusammen, wie man Wohlstand begreift, ob man die finanziellen Möglichkeiten der Rentnerinnen und Rentner in ihrer Zeit begreift oder über Epochen hinweg vergleicht.

Mehr zur Diskussion um den relativen Armutsbegriff bei der Hans-Böckler-Stiftung.

„Flakhelfer“ und „Trümmerkinder“ – die letzten Generationen mit direkter Kriegserfahrung

Darüber hinaus greift es zu kurz, Wohlstand nur in wirtschaftlichen Kategorien zu vermessen. Unter verschiedenen Aspekten, die für ein gutes und würdevolles Leben wichtig sind, spielt auch die Frage der gesellschaftlichen Stabilität eine wichtige, wenn nicht gar eine wichtigere Rolle als die finanziellen Möglichkeiten. Aber auch hier lässt sich in Bezug auf die heutige Rentnergeneration kein eindeutiges Bild zeichnen, da innerhalb dieser Gruppe nur die älteren Menschen noch unmittelbare Kriegserlebnisse zu verzeichnen haben, die jüngeren hingegen schon in der Nachkriegsordnung aufwuchsen. Aber auch diese Generation der „Trümmerkinder“ bis hin zu den „Baby-Boomern“ ist nicht selten noch durch den Zweiten Weltkrieg geprägt, sei es durch wirtschaftliche Notlagen Ende der 1940er-Jahre oder unterdrückte Traumata der zu Kriegszeiten sozialisierten Eltern.

Ausgabe des „Fluter“ zum Thema Generationen bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

Weiterführende Literatur

  • Bode, Sabine: Nachkriegskinder. Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter. Bonn, 2015
  • Braun, Reiner; Pfeiffer, Ulrich: Die Kinder der Babyboomer. Wie tickt die "knappe" Generation im Vergleich zu Eltern und Großeltern? Köln, 2012.
  • Götz, Irene (Hrsg.): Kein Ruhestand. Wie Frauen mit Altersarmut umgehen. München, 2019.
  • Köhler-Rama, Tim: Das Rentensystem verstehen. Einführung in die Politische Ökonomie der Alterssicherung. Frankfurt am Main, 2018.